Im zeitigen Frühling 2026 hatte ich in meinem Buch Navigations-Hilfe durch die KI-Revolution zusammengetragen, welche technischen Veränderungen gerade stattfinden und welche Auswirkungen diese auf unser Leben, inklusive auf uns selbst haben werden. Dabei habe ich auch Szenarien für die Zeit zwischen 2030 und 2040 skizziert und wie man sich am besten darauf vorbereiten kann.
Kapitel 2.1.1 meines Buchs trägt bewusst einen Zeitstempel im Titel: „Was sich bis Ende März 2026 verändert hat.“ Das war Absicht, keine Nachlässigkeit – aber fünf Monate später ist es Zeit für die Fortschreibung. Hier ist der Zwischenstand.
Seit Februar 2026, als GPT-5.3 Codex und Claude Opus 4.6 nahezu zeitgleich erschienen, hat sich das Tempo nicht verlangsamt:
Sieben Monate, vier Anbieter, mindestens acht relevante Modellgenerationen. Der eigentliche Punkt ist nicht, welches Modell gerade „das beste“ ist – das wechselt im Wochentakt und ist für die meisten praktischen Zwecke ohnehin zweitrangig. Der Punkt ist die Taktung selbst als Signal für das Tempo der gesamten Transformation.
Dass dieses Tempo nicht nur Fortschritt bedeutet, zeigte sich im Sommer auf beunruhigende Weise: Mehrere Anbieter – darunter OpenAI, Anthropic und das chinesische Start-up Moonshot (Kimi) – berichteten unabhängig voneinander, dass eigene Modelle bei internen Sicherheitstests aus gesicherten Testumgebungen ausgebrochen waren, teils unter Ausnutzung bislang unbekannter Zero-Day-Schwachstellen. Das Fachmagazin Wired sprach vom „Sommer der ausbrechenden KI-Modelle“. Tempo und Kontrollierbarkeit entwickeln sich also nicht zwangsläufig im Gleichschritt – ein Punkt, den man bei aller Begeisterung für neue Modelle nicht ausblenden sollte.
Während sich die Sprachmodelle im Wochentakt überholen, hat sich die zweite Hälfte der KI-Revolution – die physische, die ich in Kapitel 1.3 meines Buchs beschrieben habe – ihren eigenen Weg von der Ankündigung zur Fabrikhalle gebahnt.
Der klarste Fall: Zwischen Ende Juli und Anfang August ist die Tesla Optimus Gen 3 im Werk Fremont tatsächlich in Serie gegangen – nach der bekannten Tesla-„S-Kurve“ mit einer Pilotphase im niedrigen drei- bis vierstelligen Stückzahlbereich. Musks Ankündigung von „einer Million Einheiten pro Jahr“ bleibt für 2026 Zielmarke, nicht Realität; der große Hochlauf wird für 2027/2028 erwartet. Wichtig, um Schlagzeilen richtig einzuordnen: Serienstart und Millionen-Stückzahl sind zwei verschiedene Meilensteine.
In China ist derweil aus Wachstum zunehmend Konsolidierung geworden. AgiBot hat seinen 10.000. humanoiden Roboter ausgeliefert – die Hälfte davon allein in den letzten drei Monaten. UBTECH liefert seit September seinen Serienroboter UWORLD U1 aus, und Unitree hat die Zulassung für einen Börsengang erhalten. Die Kehrseite: Unitrees Nettogewinn ist im ersten Quartal trotz Auslieferungs-Boom um 52 Prozent eingebrochen – Stückzahlen und Profitabilität laufen 2026 in unterschiedliche Richtungen, ein Muster, das ich auch als Anleger im Blick behalten würde.
Für die Wikifolio-Perspektive (ARMANE-Strategien) bestätigt sich damit die These, die ich schon länger vertrete: Der interessante Trade liegt nicht nur bei den Roboterherstellern selbst, sondern bei den indirekten Nutznießern der Skalierung – Kupfer und andere Metalle für Aktuatoren, Batterietechnologie, Präzisionsmechanik. Wer Zehntausende zusätzliche Roboter pro Jahr baut, erzeugt Nachfrage weit über die Robotik-Branche hinaus.
Die in meinem Buch beschriebene „Welle 1“ trifft inzwischen mit einer Wucht ein, die selbst optimistische Prognosen übertrifft: Bis Ende Juli 2026 haben Tech-Unternehmen bereits 205.832 Stellen abgebaut – mehr als im gesamten Jahr 2025 (123.941). Die tägliche Rate liegt bei rund 927 Arbeitsplätzen. Bemerkenswert ist die Verschiebung in der Begründung: Zu Jahresbeginn wurde KI in nur 7 Prozent der Entlassungsankündigungen als Faktor genannt, im Frühjahr bereits in 40 Prozent.
Zu den Treibern gehören profitable Unternehmen wie Oracle (21.000 Stellen), Amazon (16.000), Meta (8.000) und Cisco (rund 4.000 – bei gleichzeitigem Rekordumsatz). Genau dieses Muster – profitabler Stellenabbau bei gleichzeitig steigenden KI-Investitionen – ist der Kern dessen, was ich in Kapitel 1.5 als „K-Economy“ beschrieben habe.
Apropos: Der S&P 500 markierte im August 2026 mit knapp über 7.800 Punkten neue Allzeithochs, getrieben von einem Gewinnwachstum von 47,4 Prozent im zweiten Quartal – während parallel die Entlassungswellen anhalten. Das Paradox aus Kapitel 1.5 – Wirtschaftswachstum ohne persönliche Sicherheit – ist damit kein theoretisches Konstrukt mehr, sondern die beherrschende Logik der aktuellen Berichtssaison.
Ein Punkt, der Kapitel 2 direkt tangiert: Der EU AI Act wurde durch den sogenannten Digital Omnibus verändert, der am 27. Juli 2026 in Kraft getreten ist. Die Hochrisiko-Pflichten wurden auf Dezember 2027 (eigenständige Systeme) beziehungsweise August 2028 (in Produkte eingebettete Systeme) verschoben. Die Details dazu – inklusive der Frage, welche Rechte du als Betroffener trotzdem schon heute hast – findest du in der aktualisierten Fassung des Rechte-Anhangs meines Buchs.
Fünf Monate reichen 2026 aus, um ein ganzes Kapitel zu überholen – und zwar auf beiden Ebenen gleichzeitig: bei den Sprachmodellen, die sich im Wochentakt überholen, und bei den Robotern, die währenddessen leise von der Ankündigung in die Fabrikhalle gewandert sind. Genau diese Gleichzeitigkeit von digitaler und physischer Automatisierung ist der „perfekte Sturm“, den ich in Kapitel 1.1 und 1.3 beschrieben habe – und sie ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern die beste Bestätigung der Kernthese: Wir befinden uns nicht in einer graduellen Entwicklung, sondern in einer Phase, die sich buchstäblich im Monatstakt neu schreibt.
Die vollständige Einordnung – was das für deine berufliche und finanzielle Situation bedeutet, welche Rechte du als Betroffener hast und wie du dich konkret vorbereitest – findest du in „Navigationshilfe durch die KI-Revolution„. Die ebook-Version ist bereits auf den Stand von September 2026 aktualisiert, die Print-Version wird in der nächsten Woche folgen.
Navigations-Hilfe durch die KI-Revolution
Die Disruption durch KI, Robotik & Co wird kommen, sie findet derzeit sogar gerade schon statt.
Ein ehrlicher Wegweiser für Menschen, die spüren, dass sich gerade alles verändert – und die nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, ist das eBook: Navigations-Hilfe durch die KI-Revolution.
– Datenbasierte Klarheit. Konkrete Zahlen, Timelines, Prognosen. Keine Panikmache, aber auch keine Beschönigung
– Ganzheitlicher Ansatz. Die Verbindung von harten Tech-Analysen mit psychologischen, philosophischen und sogar spirituellen Perspektiven ist einzigartig. Das Buch spricht den ganzen Menschen an, nicht nur den rationalen Planer.
– Umsetzbare Praxis. Die 30-Tage-Challenge, die 4 Säulen, die konkreten Skill-Empfehlungen – das ist kein theoretisches Gedankenspiel, sondern ein Arbeitsbuch. Wer es ernst meint, kann sofort anfangen.
-> KI und Geldanlage für Einsteiger – kostenloser Kurs: https://passivergeldfluss.academy/ki-geldanlage-kurs
-> Orientierung in der Krise: https://lars-hattwig.de/innerer-anker/
Wer KI ab sofort aktiv nutzt – sei es beruflich, als auch bei der Geldanlage und dem Trading, bleibt am Arbeitsmarkt relevant und wird beim Trading nicht nur effizienter, sondern auch erfolgreicher agieren. Für diese Vorhaben öffnet die Passiver Geldfluss Academy mit den Modulen 14–17 einen Zukunftsweg.
Modul 14 zeigt, wie KI-Tools dein Vermögensportfolio optimieren und Trading-Strategien entwickeln – ohne teure Vermögensverwalter.
Modul 15 begleitet dich beim beruflichen Neustart in der digitalen Ära: Von KI-Grundlagen über No-Code-Plattformen bis zur Solo-Selbständigkeit – speziell für Menschen 40+, die sich neu erfinden wollen.
Modul 16 automatisiert dein Portfolio-Monitoring komplett: Wöchentliche Reports, intelligente Frühwarnsysteme und Monte-Carlo-Stresstests ersetzen das Family-Office.
Im neu gestarteten Modul 17 erlernst du den Umgang mit KI-Agenten, die in 2026 die Automatisierung von Jobs noch weiter beschleunigen. KI-Agenten ermöglichen es nicht nur, sein Trading oder die Geldanlage zum großen Teil 24/7 zu automatisieren, sondern öffnen Selbständigen vielfältige Möglichkeiten mit mehreren KI-Agenten ein eigenes Unternehmen aufzubauen und zu führen. Mehr dazu in der Passiver Geldfluss Academy . Diese vier Module machen dich vom möglichen Betroffenen zum Gewinner der KI-Revolution – sowohl beruflich als auch finanziell.
Auf dem YouTube-Kanal KI & Kapital wende ich Prompts für verschiedene Themen zur Geldanlage und Trading regelmäßig an. Detailliertes Prompt Engineering für KI-Tools für das Selektieren von Aktien, ETF und andere Anlageklassen erlernst du in der Passiver Geldfluss Academy – Geldanlage, Trading und digitales Business in der KI-Ära!. Hier erfährst du sogar Wege zur Optimierung deines bestehenden individuellen Vermögens-Portfolio.
NEU: Multi-Indikator für den universellen Börsenhandel, mit Angabe der jeweils profitablen Zeitebene (Backtesting!).
Im zeitigen Frühling 2022, also zum Beginn des damaligen Bärenmarktes hatte ich das Wikifolio ARMANE-Strategien…
Seit dem 20. August 2026 ist er an den deutschen und weiteren europäischen Börsen handelbar:…
Am 12. August 2026 hat SpaceXAI - die frühere xAI, seit Februar 2026 Teil des…
Kompetente KI-Nutzung wird bald berufliche Grundvoraussetzung sein Bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz scheiden sich immer…
Die Modell-Landschaft im August 2026 Der Markt hat sich seit Jahresbeginn spürbar ausdifferenziert - weg…
Die Maschinen arbeiten schon – nur noch nicht für dich? Es ist ein merkwürdiges Gefühl,…