Der Bitcoin oder auch andere Kryptowährungen sind vor allem dann medial im Mittelpunkt, wenn es große Kursveränderungen gab. Sei es ein atemberaubender Anstieg oder eine schnelle Korrektur von 30 bis 50%.
Ein deutlicher Indiz, dass Kryptowährungen eher als kurzfristige Spekulationsobjekte gesehen werden, sind zahlreiche Trader, die versuchen von den teilweise starken Schwankungen zu profitieren. Das ist natürlich völlig in Ordnung, allerdings sehen bislang eher weniger Marktteilnehmer und Geldanleger Kryptowährung als eine Möglichkeit, auch von den langfristigen Kursbewegungen zu partizipieren.
Genau dies ist jedoch eine Chance für längerfristige Anleger, die bislang die deutliche Volatilität bei Kryptowährungen fürchteten. Denn wer Bitcoin oder Ethereum zu einem kleinen Teil zu seinem Vermögensportfolio hinzufügt, wird mit seiner Vermögensanlage eine höhere Gesamtperformance erzielen als völlig ohne Kryptowährungen.
Eine Anlageklasse ist grundsätzlich gut zur Diversifikation geeignet, wenn die Korrelation zu anderen Anlageklassen möglichst gering ist und wenn das Asset eine langfristige positive Performanceerwartung aufweisen kann. Seit 2018 liegt die Korrelation zwischen Bitcoin und Aktien
aller Regionen zwischen 0,2 und 0,3, wie der Economist herausfand. Die langfristige positive Performanceerwartung lässt sich am Chart des Bitcoin gut erkennen.
In der folgenden Abbildung ist die Gesamt-Performance von drei unterschiedlichen Asset Allocation zu sehen. Zum einen der Standard-Welt-Aktien-Index MSCI ACWI (blau), in orange eine Kombination aus 50% Aktien, jeweils 20% Rohstoffe und Anleihen sowie jeweils 5% Gold und Bitcoin sowie in grün eine Kombination aus 95% Aktien und 5% Bitcoin.
Ein Zeitraum von drei Jahren ist zwar noch längst nicht hinreichend für eine Verifikation mit Signifikanz. Aber die Ergebnisse zeigen ziemlich deutlich, dass durch die Hinzunahme von nur 5% Bitcoin (orange und grün) die Performance der Anlageklasse Aktien (blau) über einen Zeitraum von vielen Monaten deutlich verbessert werden konnte.
Natürlich lässt sich auch bei Kryptowährungen ein gewisser Grad an Diversifikation erzielen, in dem einfach die größten Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum) ggf. ergänzt durch die zwei bis drei nächstgrößeren Währungen (z.B. Cardano oder Polkadot) kombiniert werden.
Als Größe der Anlageklasse Kryptowährungen hatte ich hier 5% gewählt, wobei ich auch schon Vorschläge von 5 bis 10% gesehen habe. Ich denke, das ist eine vernünftige Spanne und wer vorsichtig agieren möchte, hält sich zunächst im unteren Bereich auf.
Mehrfach pro Woche wird die Börsenampel mit den Tages-Charts des S&P 500, Gold, Bitcoin und Euro / US-Dollar aktualisiert.
Einen ausführlichen Marktüberblick kannst du monatlich in der Passiver Geldfluss Academy erhalten. Hier gehe ich noch detaillierter auf Zusammenhänge und mögliche Korrelationen zwischen Anlageklassen und deren Indizes ein.
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