Technische Analyse

Gold ist wieder aufgewacht!

Fast ein Jahr ist es mittlerweile her, dass der Anstieg des Goldpreises überall bestaunt und diskutiert wurde. Sowohl in Euro als auch in US-Dollar erreichte Gold neue Allzeithochs – ein Zeichen der deutlichen Schwächung der Währungen Euro und US-Dollar. Bis auf 2075 US-Dollar ging es nach oben, bevor ab August 2020 eine Korrektur mit anschließendem Bärenmarkt von Gold folgte. Dabei rieben sich viele Marktbeobachter die Augen, da spätestens seit Beginn des Jahres 2021 das Thema Inflation immer stärker in den Fokus rückte. Als Folge verloren vor allem Technologiewerte aus der „zweiten“ und „dritten“ Reihe heftig an Kurswert – teilweise betrug der Abschlag zu den vorherigen Hochs 30 bis 50 Prozent.

Beim Goldpreis ging es von August 2020 bis zum Tief im März 2021 um fast 20 Prozent nach unten, als sogar kurzzeitig die Marke von 1.700 US-Dollar unterschritten wurden. Genau genommen war es ein Doppeltief Anfang und Ende März und genau solch ein Muster im Chartverlauf lässt Leute aufhorchen, die sich näher mit Technischer Analyse von Börsenkursen beschäftigen. Denn ein Doppel-Tief ist häufig ein Zeichen, dass der Boden der Abwärtsbewegung nun gefunden wurde und ein Trendwechsel (oder zumindest eine größere Gegenbewegung) eingeleitet wird.

Der Goldpreis vom Herbst 2019 bis Frühling 2021 – Bildquelle: Tradingview.com

Abgesehen von einer Konsolidierungsphase in der zweiten Aprilhälfte konnte Gold bereits rund 150 US-Dollar seit den Märztiefs wieder gut machen. Der Goldpreis ist übrigens Bestandteil der Börsenampel, die mehrfach pro Woche aktualisiert wird.

Da ziemlich zeitgleich zur Korrekturphase von Gold eine enorme Hausse des Bitcoin stattfand, war häufiger zu lesen, dass Gold als Inflationsschutz nicht mehr zeitgemäß wäre und die Menschen stattdessen ab sofort eher das digitale Gold in Form des Bitcoin bevorzugen würden.

Das Verhältnis Gold zum Bitcoin in den letzten Jahren. – Bildquelle: Tradingview.com

Wie im Chart zu sehen ist, befindet sich der Goldpreis im Vergleich zum Bitcoin in einem langfristigen Abwärtstrend. Allerdings gab es immer mal wieder Tiefpunkte im Verhältnis Gold zum Bitcoin, nach denen sich der Goldpreis für eine Zeit lang stärker entwickelte als der Bitcoin. Das kann aufgrund des starken Anstiegs von Gold sein, oder aufgrund einer schwächeren Phase des Bitcoin oder beides zusammen.

Aktuell scheinen wir wieder an solch einem Tiefpunkt zu sein. Das könnte bedeuten, dass Gold im Vergleich zum Bitcoin in den nächsten Tagen oder Wochen die stärkere Performance zeigen wird. Während Gold seit vielen Jahrhundert bereits den Beweis des Inflationsschutz belegt hat, fehlt bei Kryptowährungen in Form des Bitcoin dieser Nachweis noch. Aber es spricht einiges dafür, dass auch Bitcoin und eventuell einige andere Kryptowährungen einen gewissen Schutz vor Inflation bieten werden. Nicht ohne Grund sind den Notenbanken Kryptowährungen ein Dorn im Auge, da selbst größere Unternehmen angefangen haben, einen Teil ihrer Liquiditätsreserven in digitale Währungen zu transferieren.

Auch Gold im Privatbesitz wird von den Notenbanken, vor allem auch der Politiker dieser Welt durchaus kritisch gesehen. So hat Deutschland in den letzten Jahren die Freigrenze für den anonymen Erwerb von Gold sukzessive auf aktuell 2.000 Euro gesenkt. Denn an einer Inflation sollen natürlich möglichst viele Menschen in Form von traditionellem Zentralbankgeld teilhaben. Daher habe ich im Artikel: Vorschlag Asset Allocation für den Great Reset Gold und Kryptowährungen explizit als Inflationsschutz mit aufgeführt.


Mehrfach pro Woche aktualisiere ich die Börsenampel mit den Tages-Charts des S&P 500, Gold, Bitcoin und Euro / US-Dollar. 

Einen ausführlichen Marktüberblick kannst du monatlich in der  Passiver Geldfluss Academy  erhalten. Hier gehe ich noch detaillierter auf Zusammenhänge und mögliche Korrelationen zwischen Anlageklassen und deren Indizes ein.

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Zum Weiterlesen:

LarsHattwig

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LarsHattwig

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