Trump und Milei Davos-Rede 2026: Ein konservativ-christliches Manifest für den Westen
Am 21. Januar 2026 wurde das World Economic Forum in Davos Schauplatz einer bemerkenswerten ideologischen Demonstration. Trotz des im Vorfeld dominanten Grönland-Konflikts hielten US-Präsident Donald Trump und Argentiniens Präsident Javier Milei Reden, die weit über die übliche diplomatische Rhetorik hinausgingen. Hinter der charakteristischen Show-Inszenierung Trumps und dem libertären Furor Mileis verbarg sich ein kohärentes Wertesystem, das beide Staatschefs trotz unterschiedlicher Schwerpunkte vereinte: die Betonung christlicher Fundamente, individueller Freiheit, des freien Marktes und einer selbstbewussten nationalen Identität. Ihre Auftritte markierten einen Wendepunkt in der globalen politischen Diskussion – eine bewusste Abkehr vom Davos-Konsens zugunsten einer konservativen Vision für die westliche Zivilisation.
Christliche Werte als zivilisatorisches Fundament
Javier Milei formulierte explizit, was bei Trump oft zwischen den Zeilen zu lesen war: Die jüdisch-christlichen Wurzeln des Westens bilden das unverzichtbare Fundament für Freiheit und Wohlstand. Der argentinische Präsident verwies auf die historische Trias von griechischer Philosophie, römischem Recht und jüdisch-christlicher Ethik als Quelle der „natürlichen Rechte“, die den Westen geprägt haben. Diese Werte seien nicht beliebig austauschbar, sondern konstitutiv für die westliche Erfolgsgeschichte.
Milei zeichnete ein dramatisches Bild des kulturellen Verfalls: Der „woke“-Sozialismus stelle eine systematische Abkehr von diesen bewährten Prinzipien dar. Feminismus, Gender-Ideologie und Umweltaktivismus beschrieb er als „Köpfe eines Monsters“, das die Staatsausdehnung vorantreibe und eine spirituelle Leere hinterlasse. Diese Diagnose ging über bloße politische Kritik hinaus – sie artikulierte die Sorge vor einem Identitätsverlust des Westens.
Trump adressierte dasselbe Thema mit seiner charakteristischen Indirektheit. Seine Kritik an Europas „unkontrollierter Massenmigration“ und der Unkenntlichkeit „gewisser Orte“ war mehr als eine Klage über Einwanderungspolitik. Sie implizierte die Verteidigung einer traditionellen, christlich geprägten Gesellschaftsordnung, die er als bedroht ansieht. Wenn Trump Amerika als „Leuchtturm“ positionierte – ein Echo von Mileis „faro de luz“ – verwies er auf eine moralische Mission, die tief in religiösen Überzeugungen wurzelt.
Beide Präsidenten verstehen das Christentum nicht nur als private Glaubenssache, sondern als Bollwerk gegen moralischen Relativismus und gesellschaftlichen Zerfall. Es liefert in ihrer Sicht den Kitt, der nationale Gemeinschaften zusammenhält und ihnen Orientierung gibt.
Freiheit als Kernanliegen
Freiheit bildete den zentralen Pfeiler beider Reden, wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten. Milei, der überzeugte Libertäre, feierte sie als Essenz des Kapitalismus. Seine philosophische Position war kompromisslos: „Das Gerechte kann nicht ineffizient sein.“ Dieser Satz enthält die Überzeugung, dass moralische Legitimität und ökonomische Effizienz nicht im Widerspruch stehen, sondern einander bedingen. Sozialistische Systeme entlarvte er als Unterdrücker individueller Entfaltung, wobei er Venezuela als „blutige Narko-Diktatur“ zum warnenden Exempel erhob.
Der argentinische Präsident forderte minimale staatliche Regulierung, um Unternehmertum und Eigentumsrechte zu schützen. Seine Referenzen auf libertäre Denker wie Murray Rothbard und Hans-Hermann Hoppe unterstrichen den ideologischen Rahmen: Freiheit bedeutet Abwesenheit von Zwang, insbesondere staatlichem Zwang. Die 13.500 Strukturreformen, mit denen er sein Land von Hyperinflation zu Wachstum führte, präsentierte er als Beweis für die praktische Überlegenheit dieses Ansatzes.
Trump verkörperte Freiheit durch seine „America First“-Doktrin. Für ihn manifestiert sich Freiheit in wirtschaftlicher Souveränität: Deregulierung und strategische Zölle sollen individuelle Prosperität fördern, indem sie amerikanische Unternehmen und Arbeiter von unfairem Wettbewerb befreien. Seine Ablehnung europäischer „Anmaßung“, die den US-Schutzschirm als selbstverständlich hinnehme, spiegelte die Forderung nach Gleichberechtigung in internationalen Beziehungen wider.
Bemerkenswert war Trumps explizite Ablehnung militärischer Gewalt gegenüber Grönland: „Ich will keine Gewalt anwenden. Ich werde keine Gewalt anwenden.“ Diese Aussage, gepaart mit der Forderung nach Verhandlungen, zeigte eine Freiheitskonzeption, die auch für andere Nationen Selbstbestimmung respektiert – zumindest rhetorisch. Beide Präsidenten betonten, dass Freiheit die Voraussetzung für Innovation sei, besonders im Bereich Künstlicher Intelligenz, wo staatliche Überregulierung den Fortschritt behindere.
Kapitalismus als moralisches und praktisches Überlegenheitssystem
Die stärkste Überschneidung der beiden Reden lag in der unverhohlenen Verteidigung des Kapitalismus. Milei ging dabei weit über ökonomische Argumente hinaus: Er pries den Kapitalismus als moralisch überlegen und als einziges System, das tatsächlich Armut besiegen könne. Sozialismus scheitere nicht nur praktisch, sondern sei prinzipiell zum Scheitern verurteilt, weil er gegen die menschliche Natur verstoße.
Seine persönliche Erfolgsbilanz diente als Anschauungsmaterial: Argentiniens Transformation durch radikale Marktreformen – von Rezession zu Wachstum, von Hyperinflation zu Stabilität – präsentierte er mit dem Slogan „This is Make Argentina Great Again“ als Blaupause. Die Ehrung seines Deregulierungsministers Federico Sturzenegger unterstrich, dass systematischer Bürokratieabbau zentral für diesen Erfolg war.
Trump echote diese Botschaft mit seiner Darstellung des US-Kapitalismus als „Motor der Welt“. Die angeblich „schnellste Wende der Geschichte“ – niedrige Inflation, boomende Aktienmärkte, Durchbrüche in der KI-Entwicklung – führte er auf seine Politik von Zöllen und Deregulierung zurück. Beide Präsidenten kritisierten grüne Energiepolitik scharf: Trump bezeichnete Windmühlen als „Vogelmörder“, beide plädierten für marktorientierte statt staatlich verordnete Lösungen im Energiesektor.
Die kapitalistische Vision beider Politiker war explizit anti-utopisch: Nicht perfekte Gerechtigkeit, sondern maximale Produktivität und individuelle Chancen standen im Vordergrund. Der Markt wurde nicht als neutraler Mechanismus, sondern als Verkörperung menschlicher Kreativität und Würde präsentiert.
Nationale Identität und Souveränität
Nationale Souveränität durchzog beide Reden als roter Faden. Trump betonte die amerikanische Identität als Schutzschild gegen globale Instabilität: Grönland beschrieb er als existenziell für US-Sicherheit, Kanada kritisierte er als „undankbar“ für amerikanische Unterstützung, Europa brandmarkte er als durch Migration geschwächt. Seine Forderung nach „sofortigen Verhandlungen“ für nationale Interessen machte deutlich, dass Multilateralismus für ihn kein Selbstzweck ist.
Milei verknüpfte nationale Identität mit westlichem Kulturerbe. Seine Warnung vor kultureller Auflösung durch „woke“-Ideologien zielte auf die Erhaltung einer spezifischen Zivilisationsidentität. Den weltweiten Rechtsruck – von Trump bis zu ihm selbst – deutete er als „Erwachen“ des Westens, als Rückbesinnung auf das, was ihn auszeichnet.
Beide appellierten an Stolz: Trump an die amerikanische Ausnahmekraft, Milei an Argentiniens Wiederaufstieg. Nationale Identität erschien nicht als reaktionäre Nostalgie, sondern als Voraussetzung für Handlungsfähigkeit in einer komplexen Welt.
Eine kämpferische Vision
Die Reden von Trump und Milei in Davos vermittelten eine optimistische, zugleich konfrontative Vision: Der Westen kann durch Rückkehr zu christlichen Werten, freiem Kapitalismus und selbstbewusster nationaler Identität globale Herausforderungen meistern. Trump fokussierte pragmatisch auf amerikanische Dominanz, Milei ideologisch auf libertäre Revolution – zusammen bildeten sie eine Allianz gegen das, was sie als westliche Dekadenz wahrnehmen.
Hinter der Show lag Substanz: ein kohärentes Weltbild, das Tradition und Moderne, Religion und Ökonomie, Nation und Freiheit zu verbinden sucht. Ob diese Vision trägt, wird die Geschichte zeigen – in Davos markierte sie jedenfalls einen Kontrapunkt zum üblichen Globalismus-Diskurs.
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Ich bin immer etwas irritiert, wenn sich Leute auf christliche Werte und Kultur berufen, dabei aber rüpelhaft und egoistisch/egozentrisch auftreten und handeln.
Muss eine sehr spezielle Version der christlichen Kultur und Werte sein – wohl sowas:
https://img-comment-fun.9cache.com/media/a1en2jP/aa46nlQ1_700w_0.jpg
Walter
Hallo Walter,
ich verstehe deine Irritation total – rüpelhaftes oder egozentrisches Auftreten passt wirklich nicht zum Kern von Nächstenliebe, Demut und Sanftmut, wie sie im Neuen Testament stehen.
Gleichzeitig gab’s unter Berufung auf christliche Werte historisch immer wieder harte, machtvolle und teils brutale Phasen (Kreuzzüge, Karl der Große, Inquisition …). Das macht es nicht besser, zeigt aber: Menschen verdrehen die Werte leider immer wieder, wenn Macht oder Überzeugung im Spiel sind.
Dennoch: Ist es nicht genau das, was uns heute auch bei anderen ‚progressiven‘ oder ‚woken‘ Positionen auffällt – hohe moralische Ansprüche, aber teils sehr aggressives, ausgrenzendes Verhalten? Oder siehst du da einen Unterschied?
> Dennoch: […]
Es ist egal, von welcher Seite es kommt – es ist daneben.
Der Verzicht auf deinen zweiten Absatz hätte deinen ersten Absatz stärker gemacht. So relativierst du ihn ein bisschen.
Walter
Der Comic instrumentalisiert mE Christus, @Walter.
Christus stellte nach meinem Verständnis die persönliche Verantwortung des einzelnen in den Vordergrund. D.h. jeder kann sich überlegen, was seine Aufgabe angesichts von Leid, Krankheit und Not von Dritten ist (vom m a n zum i c h sollte …).
In sozialen Gruppen müsste jeder Konsens freiheitlich neu ausdiskutiert werden (Demokratie).
Wer das nicht will oder zulässt, landet in unfreiheitlicher Knechtschaft.
Warten wir die Midterms ab. Bei uns die Landtagswahlen. Bisher funktioniert die Demokratie halbwegs, oder?
LG Joerg
> Der Comic instrumentalisiert mE Christus
Meiner Meinung nach persifliert er scghlicht die Republikaner – weil jeder weiß, dass das eben nicht die Botschaft von Jesus war?
Walter
Altes Testament:
Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.
Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.
Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.
Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.
Spätestens ab dem 5. Gebot wirds für Trump persönlich ziemlich brenzlig und die Gebote 6-10 bricht er wo er kann.
So sehr ich den Blog schätze – dass Trump persönlich christliche Werte verträte sehe ich nicht.
Hier hat mal jemand ein paar Sachen zusammengetragen (und man könnte das noch deutlich erweitern):
https://wausaupilotandreview.com/de/2025/09/30/your-letters-writer-compares-trumps-actions-and-10-commandments/