Der alleinige Fokus auf die Ausgaben birgt Risiken für die finanzielle Unabhängigkeit

Auf etlichen Finanz-Blogs und in Finanz-Magazinen wird empfohlen möglichst viel zu sparen und diese Ersparnisse möglichst gut zu investieren. Zunächst einmal ist es grundsätzlich richtig:

  1. dauerhaft weniger Geld auszugeben als einzunehmen
  2. Rücklagen zu bilden bis der finanzielle Schutz in Höhe von 6 bis 12-mal die monatlichen Ausgaben erreicht worden ist
  3. alles Geld darüber hinaus in Vermögenswerte zu investieren.

Das ist ein wichtiger Grundpfeiler der finanziellen Bildung. Wer dies konsequent für viele Jahre beherzigt, wird langfristig reich. Bei diesem Vorgehen sind jedoch einige Risiken verborgen, die das gesamte Vorhaben scheitern lassen könnten. Welche Risiken meine ich?

Risiko 1: Gefühl der Unfreiheit

Wie Sie automatisiert sparen können, haben wir in dieser Artikelübersicht besprochen. Wer die dort besprochenen Punkte nicht richtig anwendet, kann irgendwann ein Gefühl des Verzichtens verspüren. Zudem gibt es einige Menschen, die das Sparen in ziemlich extremer Form betreiben und ihre regelmäßigen Ausgaben derart weit heruntergeschraubt haben, dass sich ein Gefühl der Unfreiheit einstellt. Wenn negative Energie ins Spiel kommt, besteht das Risiko, dass der Fahrplan auf dem Weg zu mehr finanzieller Unabhängigkeit wieder aufgegeben wird.

 

Risiko 2: Der Zeitraum zum Ziel ist sehr lang

Wer es lediglich schafft kleine Beträge pro Monat an sich selbst zu bezahlen, wird wahrscheinlich sehr lange brauchen, bis er durch Investieren in Vermögenswerte zur finanziellen Unabhängigkeit gelangt. Ursache für kleine Beträge – zum Beispiel nur 5 bis 10 Prozent seiner Netto-Einnahmen – können geringe Einkünfte, hohe Ausgaben oder beides sein. Wenn ein heute 30-jähriger vor Augen hat, dass er sein Ziel erst mit 55 oder 60 Jahren erreicht hat, könnte mit 35 oder 40 auch auf die Idee kommen, seine bis dahin gezüchtete goldene Gans zu schlachten. Einfach, weil veränderte Lebensumstände, wie ein Beziehungsende oder die Kündigung eines Jobs, einen animieren können sich jetzt erst einmal was richtig Tolles zu gönnen. Sei es ein Sportwagen oder eine Weltreise, für beides benötigt man eine Menge Geld. Daher darf man trotz des guten Willens zum Beginn nicht vergessen, dass in zwei oder drei Jahrzehnten jede Menge Gefahren lauern, die das Vorhaben gefährden könnten.

 

Risiko 3: Sparen an den falschen Stellen

Zudem kann sparen an der falschen Stelle letztendlich teurer werden als notwendig gewesen wäre. Wer Billigware kauft, muss sich anschließend oft doch noch die qualitativ hochwertigere Ware kaufen und zahlt dann zweimal. Auch bei Nahrungsmitteln sollte man nicht immer grundsätzlich nur auf den Preis schauen. Mit Lebensmitteln, in denen mehr Vitamine und andere Nährstoffe enthalten sind, tut man seinem Körper etwas Gutes und fühlt sich dadurch auch fitter und leistungsfähiger.

Die Zeit, die für das Heraussuchen von den noch einmal 10 bis 20 Cent günstigeren Angeboten der Discounter draufgeht, in der ein Plan erarbeitet wird, zu welchen Zeiten des Tages Licht und Heizung benutzt werden dürfen oder zu überlegen, ob man wirklich nur noch dritten jeden Tag duschen gehen sollte, kann man stattdessen lieber dazu nutzen, wie man mehr Geld verdienen kann.

 

Risiko 4: Sparpotential ist begrenzt

Selbst wer über 50% seiner Netto-Einkünfte an sich selbst bezahlt, gelangt irgendwann an dem Punkt, dass eine höhere Sparrate nicht möglich ist. Man stößt an gewissen Grenzen, dessen Überschreiten kaum mehr ein einigermaßen angenehmes Leben zulassen wird. Dann bestehen schnell auch die drei ersten genannten Risiken.

Alle vier genannten Risiken können dazu führen, dass eine Privatperson das einst motiviert geplante Vorhaben letztendlich doch nicht umsetzt und scheitert. Also kann ich nur jedem empfehlen zusätzlich den Blick auf die Einnahmenseite zu richten. Hier tun sich erfahrungsgemäß Angestellte in einem Vollzeitjob besonders schwer. Im Standardfall ist das Einkommen ziemlich konstant und oft wird hier auch strikt zwischen privater Zeit und Arbeitszeit getrennt. Wer von Montag bis Freitag oft nicht nur acht, sondern nicht selten neun bis zehn Stunden täglich gearbeitet hat – Überstunden werden häufig in bestehenden Arbeitsverträgen mit einkalkuliert – ist in den Abendstunden oder am Wochenende wenig motiviert nach weiteren Einkünften zu suchen.
Aus früheren Zeiten kenne ich diese Situation bei mir selbst und muss ganz klar sagen, wer hier nicht seinen inneren Schweinehund bekämpft und sich trotzdem aufrafft, wird es auch nicht schaffen, auf diese Weise sein Einkommen zu erhöhen.

Sparen ist generell wichtig, aber das alleine reicht meistens noch nicht aus.

Sparen ist generell wichtig, aber das alleine reicht meistens noch nicht aus.

Den Fokus auf höhere und mehrere Einnahmen richten

Jeder, der es geschafft hat zusätzlich in irgendeiner Form Geld zu verdienen, weitere Einkommensströme zu entdecken, wird sich letztendlich befreiter fühlen. Schon alleine deshalb, weil das Potential neue Umsätze zu generieren nicht begrenzt ist, weil man etwas Konstruktives geschafft und zusätzlich auf dem Weg dorthin etwas Neues dabei gelernt hat.

Bevor Sie jetzt sagen, das geht nicht, schauen wir uns erst einmal an, welche Varianten es überhaupt gibt, sein Einkommen neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit zu erhöhen.

1.) Jemand hat neben dem Hauptberuf noch einen Nebenerwerb (bei einer vorhandenen Vollzeitstelle bedeutet dies eine Menge zusätzlich Zeit)

2.) Man arbeitet für zwei oder sogar drei Firmen in Teilzeit (das muss natürlich organisiert und aufeinander abgestimmt werden)

3.) Zusätzlich zum Hauptberuf macht man sich nebenberuflich selbständig

4.) Jemand arbeitet als Selbstständiger nicht nur für einen, sondern mehrere Kunden.

5.) Neben der aktiven Arbeit (Angestellter oder Selbstständiger) baut man sich passive Einkommensströme auf

6.) Jemand arbeitet nur noch vergleichsweise wenig und hat mehrere passive Geldströme aufgebaut

Wie Sie sehen, gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten nicht nur von einem einzigen Einkommen abhängig zu sein. Einige der genannten Möglichkeiten bedeuten jedoch einen recht erheblichen Zeitaufwand. Wer bereits Vollzeit arbeitet und zusätzlich einen Nebenerwerb ausübt, ist häufig für 10 oder 12 Stunden täglich und teilweise am Wochenende mit der Arbeit beschäftigt. Das lässt sich zwar sicherlich für eine Weile machen, aber es sollte nicht zum Dauerzustand werden. Neben drohenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, fehlt einem auch der Ausgleich mit Freizeitaktivitäten und sozialen Kontakten. Daher sind die Varianten 1.) und 3.) lediglich als Übergangslösungen für einige Monate zu betrachten.

Daher sollte jeder den Weg zu Punkt 5.) finden und sich neben der aktiven Arbeit passive Einkommensströme aufbauen. Das kann zunächst ebenfalls bedeuten, täglich deutlich mehr als 8 Stunden zu arbeiten. Aber anders als bei den Punkten 1.) und 3.) ist hier eine Verbesserung der Arbeitsbelastung in Sicht. Denn damit wird an einer eigenen Pipeline gebaut, um die Geldströme ins eigene Portemonnaie zu automatisieren. Das läuft im Standardfall auch dann stabil weiter, wenn andere wirtschaftlich sensiblere Geldquellen schwächer werden oder sogar versiegen.

Ein anderer Blickwinkel sorgt oft dafür, dass wir etwas neues entdecken.

Ein anderer Blickwinkel sorgt oft dafür, dass wir etwas Neues entdecken.

Welche Möglichkeiten gibt es für zusätzliche Einkünfte, die zumindest teilweise passiv sind?

Wenn Sie bereits hauptberuflich Zeit gegen Geld tauschen, sollten weitere Einkünfte möglichst auch Chancen beinhalten, dass ein Teil der Einkünfte passiv sind. Falls Sie bereits eine gewisse Höhe des Kapitals verfügbar haben, bietet sich der hier häufig besprochene Weg Ertrag aus Wertpapieren, also Zinsen und Dividenden zu erzielen. Alternativ oder zusätzlich – je nach Höhe des eigenen Vermögens – sind auch Mieteinnahmen aus vermieteten Wohnungen oder Häusern ein Weg. Weitere Möglichkeiten habe ich auf der Seite Passives Einkommen zusammengestellt.

Falls Sie generell daran interessiert sind, wie Sie anfangen können über das Internet Geld zu verdienen, dann erfahren Sie auf der SeiteWarum ein Online Business so viele Chancen bietet„.

Fazit

Eine der finanziellen Grundregeln ist es weniger Geld auszugeben als hereinkommt. Aber dabei sollte man sich nicht nur alleine auf das Sparen konzentrieren. Mehr Sicherheit und auch ein besseres Gefühl für die Psyche erlangt man durch das Entdecken von weiteren Einkommensquellen. Zinsen und Dividenden sind selbstverständlich ein wichtiges finanzielles Standbein. Aber halten Sie dennoch Ausschau nach weiteren Möglichkeiten in irgendeiner weiteren Weise Geld zu verdienen. Das kann das eigene Leben in mehrfacher Hinsicht bereichern. Mehrere finanzielle Standbeine zu errichten sorgt nicht nur für ein besseres Gefühl, sondern letztendlich auch für mehr Sicherheit. Hier noch einmal die Vorteile:

  • mehr Unabhängigkeit vom Hauptberuf
  • Chance für eine frühere Reduzierung der Arbeitszeit
  • weniger Risiko bei Wegfall eines Standbeines
  • insgesamt höhere Verdienstmöglichkeiten
  • Und letztendlich: weniger finanzielle Zukunftssorgen

  • Sie wollen grundsätzlich mehr aus Ihrem Geld machen?
  • Die Zeiten einer knappen Kasse soll bei Ihnen der Vergangenheit angehören?
  • Ihr Geld soll endlich einmal hart für Sie arbeiten?
  • Sie möchten langfristig Vermögen aufbauen?
  • Sie möchten mehr zu passivem Einkommen erfahren?
  • Sie möchten sich über den aktuellen Status der Aktienmärkte informieren?

Falls Sie mindestens eine Frage mit „Ja“ beantworten konnten, tragen Sie sich rechts oben in den kostenlosen Newsletter von finanziell umdenken ein. Holen Sie sich mit der Anmeldung in den Newsletter zusätzlich das gratis eBook „Wie nahe sind Sie bereits Ihrer finanziellen Unabhängigkeit?“

Zum Weiterlesen:

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7 Antworten

  1. Thomas sagt:

    „Nur noch jeden dritten Tag duschen“

    Der war gut, warum nicht gleich ganz darauf verzichten?

  2. Daniel sagt:

    Hallo Lars,
    guter Beitrag über ein Thema, welches oft nicht bedacht wird. Der Hebel ist viel größer, wenn ich 1. spare und 2. mein Einkommen erhöhe.
    Sparen ist denke ich das Fundament – wenn ich dies verinnerlicht habe, sollte man jedoch versuchen das Einkommen zu erhöhen.
    50% Sparquote von 1.000€ oder 50% Sparquote von 5.000€ ist ein riesen Unterschied.

    Beste Grüße,
    Daniel

  3. ChrisS sagt:

    ich kommentier mal

    „Risiko 1: Gefühl der Unfreiheit“
    Ich glaube, die meisten Menschen sind SO ODER SO einem mehr oder wenig ausgeprägten Gefühl der Unfreiheit ausgesetzt (weil wir eh immer, mehr oder weniger, ja unfrei und damit von anderen abhängig sind) egal ob man spart oder nicht – JEDER „normale“ Mensch ist nunmal mit einem begrenzten Budget ausgestattet, innerhalb dessen er auskommen muss. Also selbst wenn man nicht noch dazu „bewußt spart“, muss man sowieso immer Abwägungen und Kompromisse eingehen und kann sich nicht einfach so alles kaufen was man vielleicht will. Dieser Gefühlszustand ist also eigentlich kein unbekannter oder neuer. Im Gegenteil kann eine bewußt SELBSTgesteuerte (und nicht einfach nur von den Umständen fremd-aufgezwungene) Reduktion der Ausgaben auch ein Freiheitsgefühl stärken, weil man sich etwas mehr freimacht vom materiellen Verlangen nach Konsumgütern. Das Gefühl, sagen zu können „ha, ich könnte mir jetzt zwar Ding XY leisten, tue es aber bewußt nicht, weil ich lieber höhere Ziele verfolge“. Das schärft den Blick aufs wesentliche, was einem wirklich wichtig im Leben ist, und kann den Konsumdruck (den wir ja in unserer modernen Gesellschaft ständig ausgesetzt sind, und stark bezweifelt werden kann das mehr Dinge allein uns zufriedener machen) etwas reduzieren – denn andersherum gesagt, bin ich auch ganz froh darüber NICHT zu den Menschen zu gehören, die anscheinend ja sogar noch unglücklich darüber werden, wenn sie nicht immer das neueste Handy und den größten Fernseher haben. Freiheit muss eben nicht nur Freiheit ZUM Konsum bedeuten, manchmal (öfter als man vielleicht denkt) kann sie auch Freiheit VOM Konsum sein. Oder wie geht auch der Spruch „Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit“ 😉
    Dass die Menschen unterschiedlich gestrickt sind ist klar, deswegen muss auch jeder zwischen den beiden Extremen Hedonismus und Askese seinen individuell passenden Weg in der jeweiligen Abstimmung finden.

    „Risiko 2: Der Zeitraum zum Ziel ist sehr lang“
    Das stimmt sicher. Manche schreckt das ab, manche motiviert das (wäre der Zeitraum kürzer, wäre es ja für umso mehr Normalverdiener noch schwieriger, das Ziel zu erreichen). Am Beispiel fremdfinanzierter Hauskauf sieht man ja dass viele Menschen durchaus willens und fähig sind sich einem Sparzwang von 20-30 Jahren zu unterwerfen (klar, dann wirkt da die Bank im Nacken auch sehr „motivierend“). Der Unterschied besteht wohl darin, dass man bei der Hausfinanzierung das eigentliche Objekt der Begierde schon sofort am Anfang bekommt und erst danach wieder lange abstottert, während man beim Sparen auf Altersvorge oder finanzielle Freiheit erstmal andersherum langezeit eigentlich „nichts“ (nutzbares) von seinem angelegten Geld mehr sieht und der Ausgang am Ende noch mit einer gewissen Portion Unsicherheit verbunden ist. Die Menschen springen halt eher auf „immediate gratification“ an, wobei rein wirtschaftlich betrachtet ein Kredit ja immer nur ein aus der Zukunft vorgezogener Konsum darstellt, für den man eigentlich hinterher wieder umso mehr bezahlen muss (aber für viele Menschen ist halt der Konsum in der Gegenwart „mehr Wert“ als das gesparte Geld in der Zukunft, so kommen ja in der „temporal discounting“ theorie Zinsen überhaupt zustande). Wir alle sind da unterschiedlich, aber für mich waren „geänderte Lebensumstände“ wie Trennungen oder Jobwechsel/verluste eigentlich noch nie Anlass, mir was zu „gönnen“ (also das Geld „sinnlos“ für irgendwelchen Kram auf den Kopf zu hauen) – im Gegenteil, wenn ich manchmal in schweren Zeiten gezwungen war notwendige Ausgaben aus den Reserven bestreiten zu müssen, habe ich immer wieder gemerkt wie gut es doch ist überhaupt eine Reserve zu haben, und das motiviert auch sie immer wieder aufzufüllen und mit dem gebührenden Respekt zu behandeln.

    „Risiko 3: Sparen an den falschen Stellen“
    Ich erwähne es immer wieder gerne, aber Sparen muss ja nicht zwangsläufig einfach nur „Verzicht“, „weniger“ oder „niedrigere Qualität“ heißen, denn es gibt so einige Dinge wo man ohne jeden Nachteil oder Mangel einiges einsparen kann. Mein Lieblingsbeispiel ist ja der Strom, zwischen dem billigsten und dem teuersten Anbieter liegen oft gewaltige Unterschiede, trotzdem ist das reine Produkt an sich ja beim teureren nicht automatisch „besser“, sondern genau dasselbe – also wer sich ernsthaft überlegt wann er Licht und Heizung anmacht, sollte doch lieber nach günstigen Energieversorgern ausschau halten (und wer selbst beim günstigsten Versorger seine Rechnungen noch nicht mehr bezahlen kann, tja der hat eh echt andere Probleme um die er sich zuerst kümmern sollte).
    Was die Nahrungsmittel angeht, solang ein Kilo Äpfel günstiger sind als ein Kilo Schokoriegel muss man sich glaube ich über eine mangelnde Vitaminversorgung durch zuwenig Geldausgeben noch keine Gedanken machen (im Gegenteil, oft ist die ungesunde bequeme Fertigware am Ende ja sogar eigentlich noch teurer als ein selberkochen mit frischen Zutaten – klar wird allerdings dafür eben auch etwas Haushaltsplanung und Lebensdisziplin benötigt).

    „Risiko 4: Sparpotential ist begrenzt“
    Natürlich – irgendwann gibt es immer irgendwo eine Sinngrenze, bei der die eingebüßte Lebensqualität in keinem Verhältnis zum eingesparten Geld mehr steht, bzw gewisse Grundausgaben sind einfach nötig um in der Gesellschaft überhaupt funktionieren zu können. Wo diese Grenze allerdings liegt, ist auch immer individuell unterschiedlich, je nachdem was man für seinen „Mindest“-Lebensstandard hält.

    Dass die andere Seite der Ausgabensteuerung auch immer Einnahmensteigerung ist, sollte ja klar sein. Erst beides zusammen potenziert sich zum Vermögensaufbau. Niemand behauptet, dass das einfach geht und ein Selbstläufer wäre (im Gegenteil, und die die das behaupten, haben meist nur selbst was zu verkaufen), und genauso bergen auch weitere Einnahmenwege ihre spezifischen Risiken, mit denen man umgehen muss wenn man seine Ziele erreichen will. Nicht zuletzt, weil bei vielen Leuten interessanterweise die Ausgaben auch oft die Eigenschaft haben, mit den Einnahmen mitzuwachsen (wir „hamms‘ ja“ und man will damit schließlich auch „standesgemäß“ leben). So kenne ich einige Leute, die eigentlich zwar wesentlich mehr verdienen als ich, aber am Ende damit trotzdem auch nur weniger (Netto-)Vermögen übrig aufgebaut haben – das Mehr an Geld sitzt eben dafür umso lockerer (im Gegensatz zB zu wirklich armen Leuten, die durch die Umstände gezwungen sind auf jeden Cent zu achten). So fließt es raus wie es reinkommt und man „wundert“ sich noch warum am Monatsende nichts übrig bleibt. Wer dazu noch abhängig von nur einer Haupteinkommensart ist, deren fortbestehen ja heutzutage nicht mehr unzweifelhaft als garantiert angenommen werden kann, den machen die von dir genannten geänderten Lebensumstände auch nochmals viel angreifbarer.

  4. Servus,
    ein sehr schöner Artikel, der mich wiederum ermuntert, auf dem richtigen Weg zu sein.
    Da ich Vollzeit arbeite, und die meiste Zeit meiner Freizeit mit laufen verbringe, sind passive Geldströme genau mein Ziel, welches ich erreichen und ausbauen will.
    Ich habe wirklich nicht viel Ahnung von Aktien und dem Börsengeschehen im Allgemeinen, deshalb ist mein Depot auch so konservativ wie möglich aufgebaut, damit ich mich so wenig wie möglich damit beschäftigen muss.
    Vllt können dass einige nicht verstehen die an der Börse invesiert sind, aber genau das bedeutet für mich passiver Geldstrom, liegen lassen und alle paar Tage/Wochen mal aktiv werden.
    Meine finanzielle Freiheit werde ich nicht mehr erreichen, da schon zu alt, aber ich habe mir vorgenommen, ab meinem 50 Lebensjahr, die Arbeitszeit (drastisch) zu reduzieren, und ein Buch zu schreiben, bzw. Roman, ein Thema hab ich schon, jetzt muss ich nur noch „spannend“ Schreiben lernen. 🙂
    Schönen Gruss

  5. Fuseboroto sagt:

    Hallo,

    ein sehr guter Artikel, welcher viele wichtige Dinge anspricht. Schnell wird man von sparsam zu geizig, spart an falschen Stellen und Qualität. Aber ich sehe es auch wie Chris nicht zu dramatisch. Mein Konsum war früher sehr viel höher, ständig neue Technik, Gadgets und andere Dinge. Mittlerweile finde ich es besser, weniger zu besitzen und weniger Kram herumliegen zu haben. Diese Einsparung verbinde ich dadurch eher mit mehr Lebensqualität.

    Regelmäßige Zinsen und Dividenden empfinde ich hingegen als Belohnung. Vermutlich investiere ich daher eher in ausschüttende Fonds und Aktien. Es muss einfach ab und zu mal klingeln in der Kasse.

    Bei anderen Dingen bin ich nicht so sparsam, Urlaub und Unternehmungen. Hier haue ich das Geld aber auch nicht zu Fenster raus, aber schaue auch nicht auf jeden Euro. Eine schöne Erinnerung ist etwas feines und liegt auch nicht sinnlos herum.

    Nebeneinkünfte generiere ich ebenfalls seit einiger Zeit. Nicht soviel, aber immerhin etwas Unabhängigkeit vom Haupteinkommen. Im Falle des Falles, also Arbeitslosigkeit, hat man so weiterhin etwas Einkommen und noch wichtiger: etwas zu tun.

    Gruß
    Fuseboroto

  6. Ex-Studentin sagt:

    Schon alleine wegen der (wenn auch aktuell geringen) Inflation ist es wichtig, regelmäßig das Gehalt ein wenig erhöht zu bekommen. Einiger meiner Freunde und ich haben festgestellt: Wir verdienen nun mehr als unsere Eltern. Mein Vater hat z.B. als Meister anfangs gut verdient und dann 15 Jahre keine Gehaltserhöhung bekommen. In jungen Jahren hat man daviel mehr Möglichkeiten, gewisse Dinge einzufordern. Bzw. man hat weniger zu verlieren als ein 50-jähriger Familienvater.

    Zu sehr stressen wegen Geldeingangs darf man sich allerdings auch nicht. Zeit ist ein wichtiges Gut, um das ich viele beneide. Lieber entspannt in Teileit arbeiten als gestresst in Vollzeit mit Nebenjob.

  1. 12. Oktober 2016

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