Warum es ein gerechtes Einkommen gibt und jeder seinen Verdienst selbst bestimmen kann

Bei nahezu jedem Wahlkampf in der Politik und in etlichen Talkshows geht es um ein gerechtes Einkommen. Oft werden dann in einem Konzern die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden mit dem Angestellten im operativen Betrieb verglichen. Die Frage lautet hier häufig, welcher Faktor des Unterschieds noch als gerechter Verdienst gilt?

In einigen früheren Artikeln hatten wir schon die zahlreichen Gesuche von Lebensmittelgeschäften und des Einzelhandels zum Thema. Einige der Antworten waren: „Man müsse endlich einmal wieder vernünftige Gehälter zahlen, dann würden die freien Stellen auch wieder besetzt.“
An anderer Stelle monierte ein „unbekannter“ Leser, dass er bald seine Wohnung mit Familie nicht mehr bezahlen könne, aber ein Arbeitsplatzwechsel oder eine berufliche Aktivität nach seiner täglichen Arbeitszeit kämen für ihn nicht in Betracht.

Auch innerhalb eines Unternehmens unterliegen die Gehälter im Standardfall der Schweigepflicht. Weil sich sonst ein Angestellter mit einem geringerem Gehalt als sein Kollege am Schreibtisch nebenan benachteiligt fühlt.

Die Vergleiche des eigenen Einkommens mit anderen führt letztendlich häufig zu Neid. Und so werden die oben angesprochenen Talkshows zu regelrechten Neid-Debatten. Im Artikel „Wie kann man mit Neid umgehen?“ hatte ich erläutert, warum es überhaupt zu Neidgefühlen kommt und was jeder für sich dagegen tun kann.




Wie ist dieser Artikel im großen Bild einzuordnen?

Der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit führt letztendlich über zwei Stellschrauben. Kosten reduzieren und Einnahmen erhöhen. Über den meist einfacheren Weg der Senkung der monatlichen Ausgaben hatten wir in früheren Artikeln schon häufiger gesprochen (in der Themenübersicht des Blogs finden Sie entsprechende Verlinkungen).

Hier in diesem Artikel besprechen wir grundsätzliche Wege, wie man seine Einnahmen erhöhen kann. Selbst wenn hier die Herausforderungen im Standardfall größer sind, gibt es einen entscheidenden Vorteil. Während das Sparen irgendwann begrenzt ist, wenn man seine Lebensqualität nicht zu sehr herabsetzen möchte, gibt es bei den Einnahmen keine Begrenzung nach oben.

Als Ergänzung zum Artikel das Video: Wie kann ich mehr Geld verdienen?

Wovon hängt die Höhe des Verdienstes ab?

Wenn wir unsere Umgebung beobachten und analysieren, dann fällt gleich auf, dass es Angebote gibt, die von vielen Menschen nachgefragt werden. Oft sind diese auch bereit, dafür etliches an Geld zu bezahlen. Heutzutage hat beispielsweise fast jeder Mensch ein SmartPhone. Oder denken wir an die jeweils mehreren hunderttausend Menschen, die Samstags die Stadien der Fußball-Bundesliga besuchen. Hinzu kommen noch etliche Millionen Leute, die von zu Hause zu schauen, wenn pro Spiel 22 Millionäre hinter einem Ball herlaufen. Oft geben sie dafür auch Geld aus, in dem sie Bezahlsender buchen oder sich Fanartikel kaufen.

Und hier haben wir gleich eine Gruppe von Menschen mit einem hohen Verdienst. Einzelne Spieler erzielen sehr hohe Einkünfte. Wir denken nur an die Stars von Bayern München oder – international betrachtet – von Ronaldo, Messi oder Neymar. Das Einkommen von Ronaldo wird für 2017 auf 83 Millionen Euro geschätzt.

Warum beziehen diese Spieler so hohe Einkünfte? Weil sich so viele Menschen für diese Sportart und speziell für derartige Stars interessieren und dafür bereit sind viel Geld auszugeben. Diese Spieler haben für viele Millionen Menschen einen Wert, einen Unterhaltungs-Nutzen. Wäre das Interesse für Fußball und speziell für die Top-Stars des Fußballs nicht so hoch, würden auch nicht solche Gehälter fließen.

Und hier gab es in den Medien schon Fragen, wie „Warum verdienen Fußballer deutlich mehr als die Profispieler in den ersten Ligen des Handballs, Basketballs oder Eishockey? Weil sich mehr Menschen für Fußball interessieren und viele davon bereit sind, direkt oder indirekt dafür zu bezahlen. Bei bekannten Musikern, Künstlern und TV-Prominenz gilt Ähnliches.

Oft in der Kritik stehen obere Manager, wie Vorstandsvorsitzende oder Unternehmenslenker wegen ihrer vergleichsweise hohen Einkommen. Auch hier sprechen wir über Jahreseinkommen häufig im mittleren und höheren sechsstelligen, teilweise im siebenstelligen Eurobereich. Diese Menschen stehen längst nicht so im Rampenlicht wie in der eben besprochenen Unterhaltungsbranche. Doch sie übernehmen ein sehr hohes Maß an Verantwortung, auch für mitunter viele Mitarbeiter, bringen viel Know-how in verschiedenen Disziplinen mit und opfern häufig einen Großteil ihrer Freizeit dafür auf. Sowohl Profi-Sportler als auch Unternehmenslenker haben einen jahrelangen, mit Rückschlägen durchsetzten Werdegang mit harter Arbeit hinter sich.

Skills, Fähigkeiten und Einschränkungen im Privatleben, die viele Menschen abends vor dem Fernseher nicht aufweisen bzw. eingehen wollen, aber sich dennoch über deren hohen Einkünfte beschweren.

Gerechtes Einkommen - Fußball-Stadion

Jedes Wochenende verfolgen Millionen von Menschen gegen Bezahlung die Fußball-Bundesliga. Auf dem Platz spielen sich 22 Millionäre den Ball zu.

Zur Verdeutlichung habe ich bewusst prominente Beispiele genommen. Aber die Regeln der Marktwirtschaft lassen sich auch auf alle Einkommensstufen anwenden. Jeder wird in etwa für seinen Nutzen bezahlt, den er für den Markt stiftet. Das heißt letztendlich, Lösungen für die Probleme anderer Leute anzubieten. Wer entweder für viele Menschen einen hohen Wert bringt oder seltene, aber sehr gefragte Fähigkeiten anzubieten hat, wird in der Regel gut bezahlt.

Aus diesem Grund haben wir es auch selbst in der Hand, wie hoch unser Wert für den Markt ist. Wer als Angestellter in einer Firma lediglich die Fähigkeiten anbietet, die viele andere ebenfalls liefern können, wird keine allzu hohe Bezahlung erwarten können. Erst recht nicht, wenn sich bereits jetzt abzeichnet, dass sein Arbeitsangebot in wenigen Jahren von Computern übernommen werden kann.

Wer als Selbständiger nur wenig Geld verdient, bietet entweder für seine Zielgruppe eher belanglose Produkte bzw. Dienstleistungen an oder er kann sich nicht gut vermarkten.

Zur Klarstellung: Es geht hier nicht um den Wert eines Menschen an sich. Jeder Menschen ist einzigartig und unbezahlbar wertvoll. Aber viele Menschen bieten für andere Leute keinen interessanten bzw. wertvollen Nutzen.

Wer seinen Marktwert erhöht, wird zukünftig auch mehr Geld verdienen

Wer sich jetzt bei den letztgenannten Beispielen wiedererkannt hat oder generell mehr Geld verdienen möchte, hat es nach dieser Erkenntnis selbst in der Hand, seine finanzielle Lebenssituation zu verbessern. Das ist sogar einer der Schlüsselsätze: Jeder entscheidet selbst, wohin sein Leben steuert.

„Dein heutiges Leben ist die Summe Deiner gestrigen Entscheidungen“

Das gilt nicht nur im finanziellen, sondern auch im privaten Bereich oder bei der eigenen Gesundheit.

Ein Großteil der Bevölkerung sieht dies jedoch anders. Hier wird die Ursache bei anderen Menschen oder anderen Umständen gesehen. So ist aus deren Sicht oft die eigene Kindheit, der Partner oder die Regierung „Schuld“ an der eigenen Misere. Das trifft gerade gerade auch beim Thema Geld bzw. Verdienst zu.

Generell gilt es Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und sich bewusst machen, dass die eigenen Entscheidungen dazu führen, wo der Lebensweg hinführt, auch aus finanzieller Sicht. Daher folgende Aussage:

„Dein zukünftiges Leben ist das Ergebnis Deiner heutigen Entscheidungen.“

Im Artikel „Die enorme Macht der kleinen Schritte zum Erfolg“ hatte ich Beispiele genannt, wie jeder von uns nur mit 15 bis 20 Minuten Aufwand pro Tag sein Leben zum Positiven hin entwickeln kann.

gerechtes Einkommen - Entscheidung die Verantwortung zu übernehmen

Jeder Mensch muss im Leben die Entscheidung treffen, ob er anderen Umständen oder anderen Menschen die Schuld für seinen mangelnden Erfolg gibt oder ob er die volle Verantwortung für sich übernimmt.

Bis vor ein oder zwei Jahrzehnten war es Usus nach der Schule eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren und anschließend suchte man sich einen Job – oft mit der Absicht diesen für Lebenszeit auszuüben. Außer einigen wenigen Fortbildungen hatte man quasi „ausgelernt“.

Diese Zeiten sind definitiv vorbei.

Erst die Globalisierung, jetzt die Digitalisierung, erlauben kein Ausruhen auf einmal erlernte Sachverhalte. Selbst an Universitäten werden leider oft veraltete Inhalte gelehrt. Beispielsweise sind hier in Berlin in den letzten Jahren etliche florierende Unternehmen im Bereich Social Media und Online-Marketing entstanden. Selbst Uni-Absolventen im Bereich Marketing brauchen anschließend erst noch eine komplette zusätzliche Ausbildung, weil die an der Hochschule gelernten Inhalte überhaupt nicht mehr up to date sind. Das bestätigten mir sowohl die jeweiligen Firmeninhaber als auch die entsprechenden Mitarbeiter. Hier ist die Notwendigkeit der ständigen Weiterentwicklung am deutlichsten zu sehen.

Einige konkrete Beispiele

Ein Angestellter sollte sich nicht auf seinen vermeintlich sicheren Job ausruhen, sondern immer Ausschau halten, wie er für seinen Chef quasi unentbehrlich wird und dessen Probleme löst bzw. dessen Schwächen ausgleicht. Dazu gehört auch sich selbst außerhalb der Bürozeiten neue Fähigkeiten anzueignen bzw. seine bestehenden Skills zu verbessern. Ich kenne relativ wenige Menschen, die dies tun. Für die meisten ist alles außerhalb der Bürozeiten Freizeit, leider oft mit Aktivitäten, die nicht den eigenen Marktwert erhöhen.

Selbst wenn der eigene Chef nicht mitbekommen sollte, dass Sie sich weitergebildet haben und immer hohen Einsatz am Arbeitsplatz geben, werden es über kurz oder lang die Entscheider anderer Firmen mitbekommen und Ihnen ein besseres Angebot machen.

Bei Selbständigen treffe ich häufiger auf solche, die in ihrem Tätigkeitsfeld wirklich gut sind. Aber mit allem, was darüberhinaus geht, tun sie sich schwer und schmoren weiter im eigenen Saft. Bis heute treffe ich noch auf Selbständige, die keinen Webauftritt haben, erst recht kein automatisiertes Verkaufs- bzw. Marketingsystem. Wer hier nicht schleunigst aktiv wird, dessen Firma wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben, weil ihn keine neuen Interessenten bzw. Kunden mehr finden.

Fazit

Wer lautstark ein gerechtes Einkommen fordert, gibt seine eigene Verantwortung letztendlich ab. Denn jeder von uns trifft selbst die Entscheidung, ob und welche Fähigkeiten er dem Markt zur Verfügung stellt. Hebt er sich nicht von vielen anderen Menschen ab oder bietet keine spezielle bzw. herausragende Skills an, wird sich dies entsprechend auch wenig positiv auf die Bezahlung auswirken.

Wer zukünftig mehr Geld verdienen möchte, muss zuerst seinen eigenen (Markt-)Wert erhöhen, um die Probleme anderer Menschen zu lösen. Seinen Marktwert erhöht man auf keinen Fall auf der Couch vor dem Fernseher oder durch den Konsum der Unterhaltungsangebote, sondern durch das proaktive Ansammeln von Wissen und vor allem deren Umsetzung in die Praxis. Es ist eine Art Lebensgesetz, dass diejenigen, die regelmäßig an sich arbeiten, mittel- bis langfristig die Früchte ihrer Anstrengung ernten können. 

Aber wo fange ich denn am besten an?

Was in jedem Bereich vorteilhaft ist, sind verbesserte Verkäuferfähigkeiten (auch, wie man sich selbst gut verkauft) und das Wissen darüber wie heute Geschäfte und das Marketing in der Online-Welt funktionieren. Beides Themenbereiche, wie auch das richtige Erfolgs-Mindset, welches wir in der Passiver Geldfluss Academy anbieten. Natürlich können Sie sich dieses wertvolle Wissen auch woanders besorgen, Hauptsache Sie tun es.
Wenn Sie es als Führungskraft richtig weit schaffen wollen, dann bedenken Sie, dass die persönliche Kompetenz bzw. Sozialkompetenz besser bezahlt wird als reine Fachkompetenz.
(An dieser Stelle möchte ich das sehr lesenswerte Buch „Die sieben Wege zur Effektivität“ von Steven Covey empfehlen. Das wäre ein guter erster Anfang.)

Dann ist die Umsetzung das wichtigste. Den ersten Schritt ist, sich Wissen durch Bücher, Online-Kurse, Seminare oder Eigenrecherche anzueignen, gehen bereits einige Menschen. Aber letztendlich ist die Umsetzung in die Praxis entscheidend, die angelernten Fähigkeiten müssen durch regelmäßiges trainieren in kleinen Schritten in Fleisch und Blut übergehen. Dann wird es auch funktionieren, dass Sie nachhaltig mehr Geld verdienen und nicht mehr auf ein gerechtes Einkommen warten müssen.

 

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9 Antworten

  1. Ex-Studentin sagt:

    Hi Lars,
    gute Beispiele. Ich denke auch, dass man sein Gehalt beeinflussen kann. Allerdings nutzen Arbeitgeber Alternativlosigkeit aus: Du hast Kinder und gerade ein Haus gebaut? Wer nicht umziehen will, kann nicht einfach so den Arbeitgeber wechseln. Du hast keine Berufsausbildung? Dann hast du auch nicht viel Auswahl. Ich wünsche mir einen höheren Mindestlohn (z.B. 10 Euro), damit jeder von seiner Arbeit einigermaßen leben kann. Selbstständige, alleinerziehende Eltern und Schichtarbeiter haben es noch mal schwieriger..

  2. Kriss sagt:

    Der Artikel beschreibt genau meine Einstellung. Ich sehe mich als Werkzeug und stelle mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Je wertvoller meine Fähigkeiten, desto eher kann ich mir meinen Arbeitsplatz selbst gestalten. Dabei spielen für mich neben Geld auch Aspekte wie Stress, Anzahl Wochenstunden und die Möglichkeit neues zu lernen.

  3. Manfred sagt:

    Hi, leider ist es so wie es Ex-Studentin geschrieben hat. Hast du erstmal eine eigene Familie und womöglich noch ein Haus zum abzahlen, dann wars das erstmal mit der Flexibilität.
    Und nicht jeder kann alles, bzw. Hat nicht die Fähigkeiten wie es ein Großteil hat. Wer er in der Schule schlecht war und keine Ausbildung hat und zudem 2 linke Hände, wie soll er jemals weiterkommen, selbst wenn er wirklich möchte ?
    Das die finanzielle Freiheit, lebenslanges Lernen und viele Einschnitte in der Freizeit bedeutet ist klar, aber nicht jeder hat die Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten es umzusetzen.
    Ich will jetzt niemand angreifen, aber es gibt halt genug Leute, die kapieren es einfach nicht. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie es einfach nicht können.

    Ich persönlich hatte in meinem Leben oft mehr Glück als Verstand 😀
    Zum Beispiel hab ich keine abgeschlossene Berufsausbildung (jung und dumm, war einfach so) aber hab mich sprichwörtlich hochgearbeitet. Ok, ich muss harte 3 Schichten arbeiten und 6 Tage hab ich zur Regel gemacht. (lass den Sa immer auszahlen) Dadurch hab ich ohne Ausbildung einen Lohn der mehr als doppelt so hoch ist, wie der Mindestlohn. Und hab vor 4 Jahren ein Haus gekauft ( ok halbe Ruine, aber meins xd) Klar gibt es neider in der Firma, und kritisieren ständig, das ich null Fachwissen habe, das kompensiere ich eben, durch generelle Samstagsarbeit, durch hohe Flexibilität ( kurzfristig Schichten, oder Abteilungen wechseln) und das ich einfach immer da bin wenn man mich braucht.
    Dies sind die einzigen Skills die ich habe, aber im Moment nützen sie mir unheimlich viel.
    Und ja mein Lebenslauf is sicher nicht standart und ich habe extrem viel Glück mit Arbeitgebern und in Gehaltsverhandlungen gehabt.
    Wollte eben aufzeigen, das auch vermeintlich selbstverständliche Skills was bringen, den der Grossteil der Belegschaft weigert sich halt am Samstag zu arbeiten, bzw. Mal einen andere Maschine zu bedienen. Dies ist mein Glück, das andere eben einfach ned wollen.

    Gruß
    Manni

  4. Kriss sagt:

    Absolut richtig. Und da in Deutschland Wissenstätigkeiten einen immer größeren Anteil an der Gesamtheit der Jobs haben, wird es für Menschen, die nicht die nötige geistigen Fähigkeiten mitbringen, immer schwerer bzw. unmöglich einen (adäquaten) Job zu finden.

  5. LarsHattwig sagt:

    Vielen Dank an alle für die guten Kommentare!

    @ Jenny: Natürlich gibt es immer einige begründbare Ausnahmen oder man hat sich – letztendlich aus eigener Entscheidung – in eine hohe finanzielle Abhängigkeit hineinmanövriert, aus der man erst wieder in etlichen Jahren herauskommt.
    Genauso gibt es Beispiele wie trotz Familie Absprachen getroffen werden, dass einer von beiden beruflich durchstartet und die andere Seite vorwiegend den Familienpart übernimmt. Das hat meiner Meinung nach aber weniger mit „nicht können“ zu tun, sondern eher mit der eigenen Prioritätensetzung im Leben bzw. Absprache mit dem Lebenspartner zu tun.
    Wenn sich beide ein Familienleben gewünscht haben, ist das völlig in Ordnung. Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass alles im Leben seinen Preis hat. „Beruflich die Welt erobern“, gleichzeitig hart für eine Sportart trainieren, ein ausgiebiges Familienleben führen und sich gleichzeitig regelmäßig mit all seinen Freunden treffen, wird nicht funktionieren. Hier muss jeder für sich seine Prioritäten festlegen und sich auf ein oder höchsten zwei Dinge fokussieren.

    @Manfred: An das Argument der mangelnden Fähigkeiten oder zwei linken Händen mag ich mich nicht anfreunden. Jeder Mensch hat 2,3 oder 5 besondere Fähigkeiten oder Talente. Die Frage ist, ob er/sie diese überhaupt kennt und falls ja, hat derjenige versucht diese durch trainieren und fördern weiter voranzubringen? Wie oft begräbt man Träume in jüngeren Jahren, weil man erst einmal „etwas anständiges“ arbeiten muss. Das ist in vielen Fällen jedoch die Konditionierung durch unser Umfeld und die Gesellschaft. Einige wenige gibt es ja, die in ähnlichen Situationen ihr Ding durchziehen.

    Dass keine Universität (mehr) notwendig ist, um eine zukunftsträchtige und moderne Tätigkeiten zu finden, hatte ich im Artikel am Beispiel des Marketing-Studiums gezeigt. In Berlin wird das zwar jetzt gerade besonders deutlich, aber mit Abstrichen gibt es derartige Entwicklungen auch in anderen Städten.

  6. Günther sagt:

    Hallo Lars,

    interessante Seite. Nicht weil man hier Geheimtipps fürs schnell reich werden oder die besten Aktien findet, sondern die „das große allgemeine Ganze“ betrachtet wird.

    Was mir bei vielen Menschen auffällt ist, dass sich über vieles beschwert wird. Oft auf hohem Niveau. Dabei machen sich die Leute kaum Gedanken, warum etwas vermeintlich schlecht läuft oder nicht ihrem Weltbild entspricht.

    Abgeordnete bekommen zu viel Geld, Miete ist zu teuer, …

    Viele Menschen beschweren sich über ihr niedriges Gehalt, sind aber selbst nicht bereit, für eine gute Leistung oder ein gutes Produkt etwas mehr zu zahlen. Das geht bei den Lebensmitteln los. Lieber die Schnäppchen mitnehmen.

    Zurück zum Thema: Ja, ich denke viele Menschen verschwenden ihr Zeit mit unnützen Dingen, die sich nicht weiterbringen. Ich möchte aber auch betonen, dass es sehr viele Menschen gibt, die freiwillig einen Beruf gewählt haben, wo es einfach kaum Möglichkeiten gibt, ein angemessenes Geld zu verdienen. Die Krankenschwester, der Notfallassistent, etc.. Klar, die Leute könnten sich zum Leiter hocharbeiten. Aber dann hätten sie vielleicht eher einen anderen Job gewählt. Denn dann ist nur noch Organisation angesagt, weniger das direkte Helfen von Menschen. Was mich am meisten stört ist, dass die Mehrheit der Leute, mit welchen Tricks auch immer, versucht Steuern und Abgaben niedrig zu halten. Aber sich dann beschweren, wenn das Krankenhaus voll ist und man mit nem gebrochenen Bein ersteinmal im Gang abgestellt wird.

    Was ist mit Bäckern? Frühmorgens um 2 in der Backstube für ein kleines Geld? Möchten nur wenige machen. Aber alle wollen frische Brötchen auf den Tisch, natürlich auch Sonntags. Und für weniger als 50 Cent das Brötchen.

    Mich würde für die konkreten Beispiele (Krankenschwester, Bäcker) interessieren, was du Lars, diesen Berufgruppen empfehlen kannst. Du möchtest doch sicherlich auch eine gute Behandlung im Krankenhaus erfahren und ein gutes Brot essen.

    Das war jetzt vielleicht etwas provokant formuliert, aber ich bin auf eine Antwort gespannt.

    • LarsHattwig sagt:

      Hallo Günther,

      vielen Dank für Deine provokante Frage. Mein Artikel ist natürlich ebenfalls an einigen Stellen zugespitzt formuliert.

      Ich stimme Deinen Ausführungen zu, diese Mentalität sich immer wieder zu beschweren, aber wenn es um einen selbst geht, dann gelten plötzlich andere Regeln. Viele Menschen würden zustimmen, dass Mitarbeiter in Lebensmittelgeschäften oder in Krankenhäusern höher bezahlt werden sollten. Wenn im Gegenzug die Preise für Lebensmittel steigen oder die Krankenkassenbeiträge erhöht werden, ist das aber plötzlich nicht mehr in Ordnung.

      Beim Beispiel Brötchen regelt ganz offenbar der Markt den Preis. So gibt es bereits Brötchen für 10 bis 20 Cent oder (bei einigen Bäckern) für 50 Cent. Beide können sich derzeit behaupten, wobei mir im Moment keine Statistiken vorliegen, ob die Anzahl der „Qualitäts-„Bäcker rückläufig ist.

      Der Bäcker wird wohl keine wesentlich höheren Preise am Markt durchbekommen, da es sehr viel Angebot gibt. Entweder kann er jetzt versuchen andere Ware qualitativ aufzuwerten, z.B. spezielle Torten oder er kann sich irgendwann leisten Personal einzustellen (Schritt 1) und versuchen mehrere Filialen zu eröffnen (Schritt 2), um dann den Sprung zum Unternehmer geschafft zu haben. Da stellt sich wieder die Frage, ob er das möchte, denn es ist eine andere Art der Tätigkeit.

      Beim Beruf der Krankenschwester (oder auch Pflegekraft, beide Berufe werden zukünftig eher noch wichtiger) ist das Verhältnis Qualität und Angebot derzeit noch so im Gleichgewicht, dass die Bezahlung auf derzeitigem Niveau liegt. Möglicherweise werden diese Berufe zukünftig etwas besser bezahlt.
      Eine Krankenschwester muss sich überlegen, ob sie wirklich dauerhaft in diesem Beruf bleiben möchte. Falls ja kann sie sich durch Weiterbildung spezialisieren (den eigenen Marktwert) steigern. Damit wird sie für etwas bessere bezahlte Aufgaben eingeteilt. Oder sie schaut sich außerhalb von Krankenhäusern nach Alternativen in ihrer dann weitergebildeten Tätigkeit um.

  7. Manfred sagt:

    @Günther
    Wahre Worte. Ich lebe das auch Tag täglich.
    Schau dir mal die Discounter an, da stehen nicht nur Autos vom kleinen Mann, nein da stehen auch genug Premium Automarken, die sicher das Geld haben auch in einem richtigen Lebensmittelgeschäft zu einkaufen.
    Aber geiz is ja bekanntlich geil….

    Oder Leute die am Samstagmorgen nur beim Lidl sind um ja günstige Brötchen zu kaufen, während der viel nähere Bäcker ignoriert wird, da ja ach so teuer is.
    Von den ganzem Amazon Bestellern ganz zu schweigen…..

    Ich persönlich zahle liebe paar Euros mehr, aber geh zum Elektronikfachhändler in meiner Stadt. Geh zum Bäcker und den Mezger um die Ecke. Klar könnte ich mir Geld sparen, wenn ich alles beim Discounter kaufe, aber solange ich gut lebe und es mir leisten kann, gönne ich mir das.
    Soll jetzt nicht heißen das ich nie beim Discounter kaufe, aber Grundnahrungsmittel sicher nicht.

  8. Andreas sagt:

    Wow, ein absolut klasse Artikel, der viel erklärt! Manch einer mag es vielleicht nicht, das zu hören, aber es ist so. Ich habe mich schon mehr mit Geld beschäftigt und ein bekannter Autor und Experte sagte einmal, dass man so viel verdient, wie man Mehrwert für dei Welt schafft. Das hat mir damals meinen Standpunkt geändert und hat mir selbst geholfen. Und es gibt sogar Studien die den Zusammenhang zeigen: je mehr Leute vor dem Fernseher sitzen (anstatt sinnvoll in sich, die eigene Entwicklung usw zu investieren), umso niedriger ist das Einkommen…

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