Wie du negative Glaubenssätze über Geld erkennst, die dich begrenzen

Beim Thema Money-Mindset hatten wir bereits festgestellt, dass unsere Denkweise über Geld darüber entscheidet, ob wir ein Leben mit finanziellen Sorgen oder ein Leben im finanziellen Wohlstand führen werden. Denn jeder von uns sieht die Welt aus seiner persönlichen Sicht. Diese subjektive Sicht ist entstanden aus vergangenen Ereignissen, eigenen Erfahrungen und sie wurde geprägt durch unser Umfeld und als Ergebnis haben wir entsprechende Überzeugungen entwickelt. Weil jeder Mensch Ereignissen eine andere Bedeutung zumisst, kommt es gelegentlich auch zwischen uns Menschen zu mehr oder weniger groben Missverständnissen oder man kann getroffene Entscheidung anderer nicht nachvollziehen.

Der Blick durch die eigene subjektive Brille auf das Leben wird durch Glaubenssätze bestimmt, die so tief in unserem Unterbewusstsein festsitzen, dass wir sie selbst als Realität wahrnehmen. Was letztendlich auch bedeutet, dass jeder Mensch eine andere individuelle Realität wahrnimmt. Während uns positive Glaubenssätze helfen, ja sogar beflügeln, können uns negative Glaubenssätze regelrecht blockieren. Wir stehen uns auf dem Weg zum Erfolg dann buchstäblich selbst im Weg. Negative oder limitierende Glaubenssätze treten mehr oder weniger in allen Bereichen unseres Lebens auf, auch beim Thema Geld und beruflicher Erfolg. Grundsätzlich ist mit Glaubenssätzen kein religiöser Glauben gemeint, sondern Überzeugungen, die wir bereits in der Kindheit und als Jugendliche aufgenommen haben und wie kleine Programme in unserem Unterbewusstsein unsere Emotionen, Handlungen und Entscheidungen bestimmen.

Wie entstehen negative Glaubenssätze über Geld?

Typisches Beispiel: Wer als Kind in einem Umfeld aufgewachsen ist, in dem Geld immer knapp war und die Eltern wiederholt Sätze sagten wie: „Geld verdirbt den Charakter“ oder „Reich wird man nur durch Betrug“, wird dadurch geprägt. Es herrscht der Glaubenssatz vor, dass man sich selbst mit einem begrenzten Einkommen begnügen müsse. Als Folge beschränkt man sich immer wieder selbst. Zwar träumt dieser Mensch möglicherweise von finanzieller Unabhängigkeit und damit verbunden einer deutlich höheren Lebensqualität, aber sieht für sich keine reelle Chance diesen Traum auch zu verwirklichen.

Wer sich als Angestellter bei den jährlich üblichen Gehaltsgesprächen eher zurücknimmt und darauf wartet vom Vorgesetzten ein gutes Angebot zu erhalten, den blockieren ebenso negative Glaubenssätze über Geld wie einen Selbständigen, der vorwiegend versucht über einen niedrigen Preis zu verkaufen.

Noch ein extremes Beispiel wie unterschiedlich wir ein und dieselbe Welt wahrnehmen können: Eine Kassiererin mit einem Nettogehalt von unter 1.500 Euro, die in allen Lebensbereichen sparen muss, geht durch eine Einkaufsstraße. Dort sieht sie einige Menschen, die um Geld betteln und sieht das als Beweis an, dass Armut ziemlich verbreitet vorherrscht.
Nur zehn Meter hinter ihr geht ein erfolgreicher Unternehmer gleichzeitig durch dieselbe Einkaufsstraße. Er nimmt überhaupt keine Armut wahr, sondern nimmt hochwertige Verkaufsläden und Immobilien wahr. Aus seiner Sicht sieht er an mehreren Stellen gute Chancen ein Business aufzubauen und Geld zu verdienen.
(Anmerkung: Das Beispiel dient zur Veranschaulichung, Geschlecht und Beruf ließen sich beliebig austauschen)

negative Glaubenssätze über Geld

Unsere Überzeugungen im Unterbewusstsein haben einen maßgeblichen Einfluss darauf, wie viel Geld zu uns fließt.

Wie können wir mögliche limitierende Glaubenssätze erkennen?

Zum Thema limitierende Glaubenssätze über Geld schau dir einfach deine monatlichen Einkünfte, die Höhe deiner Ersparnisse an, wie hoch dein Vermögen ist und wie viel passives Einkommen zu dir fließt. Je weniger in diesen vier Punkte bei dir vorhanden ist, desto mehr negative Glaubenssätze über Geld trägst du in dir.

Bei vielen Menschen sorgen die negativen Glaubenssätze oft für eine lebenslange Beschränkung der eigenen Möglichkeiten. Schon alleine deshalb, weil man sich einem derartig subjektiven Blickwinkel mit einhergehenden Blockaden gar nicht bewusst ist. Der erste Schritt um an seinen Glaubenssätzen zu arbeiten ist, diese als solche zu erkennen. Ein gute Möglichkeit dazu ist eine intensivere Kommunikation mit jemanden, der sich mit diesem Thema bereits befasst hat. Denn auf diese Weise bekommen Sie an verschiedenen Stellen des Gesprächs gezielte Fragen gestellt, die Sie ins Nachdenken über Ihre Überzeugungen bringen. Aber es gibt auch Wege, um selbst eingefahrene Denkmuster zu entdecken.

Achte auf eigene Sätze und Meinungen, von denen du fest überzeugt bist oder die eine allgemein gültige Formulierung beinhalten. Hinter Aussagen die Worte beinhalten wie „jeder“, „alle“, „immer“ können sich Glaubenssätze verbergen.
Auch eigene Sätze von Menschen, die uns nahe standen, wie „mein Vater sagte häufig…“ oder „von meiner früheren besten Freundin hörte ich immer wieder…“ solltest du zumindest hinterfragen, ob sie heute noch Sinn machen. Sorgen diese Aussagen dafür, dass du heute ein einfacheres, angenehmeres oder erfolgreicheres Leben führst?

Natürlich sind nicht alle Glaubenssätze negativ und viele erfüllen eine wichtige Funktion. Daher bedeutet ein Hinterfragen nicht gleich sie automatisch loszuwerden.

Hier einige typische Sätze, die auf negative Glaubenssätze über Geld hinweisen.

  • Wer reich werden will, muss über Leichen gehen
  • Geld macht unglücklich
  • Lieber arm und glücklich als reich und unglücklich
  • Geld ist nicht wichtig
  • Geld allein macht auch nicht glücklich
  • Geld ist die Wurzel allen Übels
  • Immer wenn ich Geld bekomme, hat es ein anderer verloren
  • Über Geld spricht man nicht
  • Wenn ich reich bin, werde ich nur wegen meines Geldes geliebt
  • Viel Geld kann man nur mit Rücksichtslosigkeit erhalten
  • Wer reich ist, hat Unrechtes getan. Ich verdiene mein Geld hingegen mit ehrlicher Arbeit
  • Geld verdirbt den Charakter
  • Finanzielle Unabhängigkeit werde ich nie erreichen
  • Mehr als 3.000 Euro im Monat werde ich nie verdienen
  • Ich werde immer hart für Geld arbeiten müssen
  • Geld macht einsam

Wenn du bei einigen dieser Aussagen zumindest innerlich genickt oder zugestimmt hast, dann hast du einen dieser Glaubenssätze entdeckt. Denn sie alle haben eines gemeinsam, sie sind alle nicht zutreffend. Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl an typischen Sätzen. 

Zum Schluss des Artikels der Hinweis: Man kann an seinen Glaubenssätzen arbeiten und anschließend können sich dadurch neue Türen öffnen, die man zuvor überhaupt gar nicht als Tür erkannt hat. Da die meisten limitierenden Glaubenssätze durch ständiges Wiederholen im Laufe der Jahre als Überzeugungen bei dir im Unterbewusstsein gelangt sind – auch Autosuggestion oder Selbst-Affirmation genannt – kannst du auf ähnliche Weise solch einen Glaubenssatz auflösen bzw. umkehren.

Nehmen wir beispielsweise die Aussage: Geld verdirbt den Charakter. Nun suchst du dir mindestens ein Gegenbeispiel und schreibst es dir auf. Hier kannst du auf die reichsten Menschen dieser Welt schauen. So spendet Bill Gates einen Großteil seines Vermögens für wirklich arme Menschen. Der prominente Investor Warren Buffett hat angekündigt, es ihm gleich zu tun. Falls dir das nächste Mal der Satz „Geld verdirbt den Charakter“ durch den Kopf geht, dann ruf dir diese Gegenbeispiele in Erinnerung und im Laufe der Zeit wird sich dieser negative Glaubenssatz über Geld auflösen. Hinterfrage auch die Grenze der Höhe eines möglichen monatlichen Gehalts. In diesem Beispiel waren es 3.000 Euro, nimm hier deine derzeitige persönliche Grenze und frag dich, woher du diese Grenze hast.

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1 Antwort

  1. Sanja sagt:

    Ja, die Einstellung zum Geld wird von vielen Menschen schonn im Kindesalter negaiv geprägt. Dabei können viele ihre Einstellung ändern und die gleichen Summen einfahren, nur wenn sie es wollten.
    Bei mir selber war es in der Familie genauso. Lieber das ganze Leben arbeiten, als reich in der Sonne rum liegen und dahin vegetieren. Lieber eine Festanstellung die sicher ist, als Selbstständigkeit, dort wird man nur Arm. Die Börse ist böse!
    Wenn die Eltern aber von Anfang an, die Sache mit Geld klarstellen und es eben nicht als Instrument der Unterwelt bezeichnen, wird das Kind auch viel offener

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