Geld ist wichtig und die richtigen Fragen stellen – Money Mindset Teil 4

Das entsprechende Money Mindset, also die richtige Denkweise über Geld, Reichtum und Erfolg, ist die Grundvoraussetzung, um finanziellen Wohlstand zu erreichen. In den ersten drei Teilen der Artikelserie „Mit dem richtigen Money Mindset mehr Geld anziehen“ haben wir uns in Erinnerung gerufen, dass unsere Überzeugungen im Unterbewusstsein sitzen und was die ursprüngliche und heutige Funktion von Geld ist. Im zweiten Teil von Money Mindset haben wir uns einige Spartechniken angesehen, um im Unterbewusstsein erste positive Veränderungen herbeizuführen  und dass man für seine Vorhaben „groß denken“ sollte. Im dritten Teil von Money Mindset hatten wir die Wirkung von Actio gleich reactio besprochen und warum man Vermögen aus Gründen der Freude und nicht aus Furcht und Angst aufbauen sollte.

Im nun folgenden vierten Teil der Artikelserie besprechen wir, warum der Fokus auf das Gesamtvermögen wichtiger als auf das regelmäßige Einkommen ist und warum nicht „entweder oder“ die richtige Fragestellung ist, sondern „wie kann ich beides haben?“.



Warum „entweder oder?“ die falsche Frage ist

Wir befinden uns alle auf derselben physischen Welt und speziell in Mitteleuropa genießen wir viel Wohlstand. Dennoch leben viele Menschen in einer Welt des Mangels. In ihrer Vorstellung fehlt ihnen selbst immer etwas, wie zum Beispiel beim Geld, aber auch in ihrer Persönlichkeit, in dem sie denken, sie seien nicht gut oder wertvoll genug (für eine Tätigkeit oder für einen Partner). Typische äußere Anzeichen ist das Vergleichen mit anderen und das wenn-dann-Denken. Oder die Suche nach einem Partner, der einen „glücklich machen“ soll, was in vielen Fällen ein Trugschluss ist.

Bleiben wir beim Thema Geld. Bei einigen Protestbewegungen und Demonstrationen – insbesondere von politisch  links stehenden Gruppen – sieht man häufiger Plakate wie: Euer Reichtum ist unsere Armut. In der Gedankenwelt dieser Menschen ist Geld und Reichtum begrenzt, wie eine Torte, in dem sich die „Reichen“ einen Großteil des begrenzt verfügbaren Geldes geschnappt haben, während die protestierenden Leute das Gefühl haben, sie müssten nun mit dem wenigen Geld auskommen, welches noch für sie übrig geblieben ist. Sie fühlen sich als Opfer und im Nachteil gegenüber finanziell wohlhabenden Personen. Die Denkweise, in einer Welt des Mangels zu leben, führt im Standardfall auch zu der Ansicht, dass man nur eine von zwei möglichen Optionen haben kann.

  • Entweder ein reicher Mensch sein oder ein ehrlicher Mensch?
  • Entweder ein reicher Mensch sein oder ein glücklicher Mensch?
  • Entweder Geld oder Gesundheit?
  • Entweder Karriere machen oder ein erfülltes Leben führen?

In allen Beispielen drängt sich mir die Frage auf: Warum nicht beides? Das eine schließt das andere doch nicht aus.

Aus der Perspektive der meisten Menschen ist alles knapp und man kann eben nicht alles haben. Mit „alles haben“ ist nicht gemeint: Alle Dinge der Welt gleichzeitig, sondern alles, worauf man sich fokussiert und hinarbeitet. Dabei besteht die Welt und das Leben aus Fülle und voller Möglichkeiten. Jeden Tag wird weltweit viel neues Geld gedruckt, mit einer guten Geschäftsidee oder klugen Investments existiert nach oben hin keine Grenze beim Verdienst. Zudem ist es ja nicht so, dass finanziell wohlhabende Menschen all ihr Vermögen auf dem Konto oder gar im eigenen Keller horten, sonders es ist im Standardfall in Vermögenswerte investiert, wodurch es arbeitet und damit Werte und wieder neues Geld erschaffen wird.

Wenn Ihnen das nächste Mal wieder der Gedanke in den Kopf kommt „entweder oder“, denken Sie stattdessen: „Wie kann ich beides haben?“. Ist dieser Perspektivwechsel der Denkweise bei Ihnen erst einmal zur Gewohnheit geworden, verschwinden die mentalen Schranken im Kopf. Damit haben Sie ein Mindset der Fülle entwickelt und verlassen zunehmend eine Welt der Knappheit und des Mangels.  

Geld ist wichtig - Ein glückliches Leben oder Reichtum? Warum nicht beides?

Wir müssen uns nicht entscheiden, ob wir entweder ein erfülltes Leben oder finanziellen Wohlstand genießen wollen. Es geht auch beides. Es hängt von unserer Denkweise und Entscheidung ab. Bildquelle: pixabay.vom

Geld ist für Sie nicht wichtig? Dann haben Sie auch keines.

Beobachten Sie einmal in Ihrem Umfeld, wenn Leute sagen: „Geld ist nicht wichtig“. Zum einen können Sie sich sicher sein, dass diese Person pleite ist (oder nicht weit davon entfernt) und zum anderen wird eine Person mit solch einer Denkweise auch zukünftig immer knapp bei Kasse sein.

Warum ist das so?
Wenn Sie zu Ihrem Lebens-Partner sagen würden, er sei Ihnen nicht wichtig, was würde Ihr Partner über kurz oder lang tun? Wenn Sie Ihrem Geschäftspartner mitteilen, dass Ihnen seine Arbeit nicht wichtig sei, wie gerne würde Ihr Geschäftspartner mit Ihnen weiter zusammenarbeiten? Wenn Ihnen Ihre Gesundheit nicht wichtig ist und Sie durch wenig Schlaf, Alkohol, Zigaretten, fettes Essen und Bewegungsmangel Raubbau an Ihrem Körper betreiben? Wie lange würden Sie dann noch gesund bleiben?

Es wächst und gedeiht genau das, worauf wir unseren Fokus richten bzw. was uns wichtig ist. Wenn wir Geld nicht wichtig nehmen und entsprechend auch nicht gut mit ihm umgehen, werden wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein finanziell wohlhabendes Leben führen.

Wer nicht weiß, wie er seine Miete und sonstige Rechnungen am Ende des Monats bezahlen kann, für den ist Geld im Grunde bereits wichtig, aber leider im negativen Sinne. Wer immer wieder knapp bei Kasse ist, für den ist Geld ein Dauerproblem und er fokussiert sich darauf, dass es ihm permanent fehlt und verstärkt auf diese Weise das Gefühl der Knappheit und des Mangels. Also gilt: Geld ist wichtig!

Entscheidend ist selbst bei gefühlter finanzieller Knappheit den Wechsel vom Mangelbewusstsein zur Fülle im Kopf zu vollziehen. Niemand sagt, dass dies einfach ist und schnell geht, aber es die entscheidende Grundlage, um aus der finanziellen Talsohle herauszufinden und den Weg Richtung finanziellen Wohlstand einzuschlagen.

Den Fokus auf das Gesamtvermögen anstatt nur auf das Einkommen zu legen

Etliche Leute entwickeln das Verhalten mit der Erhöhung ihrer Einkünfte in ähnlichem Maße auch ihre Ausgaben zu steigern. Selbst Einkünfte im hohen vierstelligen oder gar fünfstelligen Eurobereich pro Monat werden oft regelmäßig wieder ausgegeben, und dadurch sind diese Menschen trotz eines üppigen Einkommens am Monatsende pleite. Aus diesem Grund sind Einkünfte alleine kein Maß für finanziellen Wohlstand oder Reichtum. Wohlhabende Menschen fokussieren sich auf ihr Gesamtvermögen, welches sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

  • Vermögenswerte
  • Ersparnisse
  • Einkünfte (Gehalt und passives Einkommen)
  • Limitierung der Lebenshaltungskosten.

Vermögenswerte besitzen einen gewissen Wert, der gute Chancen hat, diesen im Laufe der Zeit zu erhöhen und bringt in vielen Fällen ein wiederkehrendes passives Einkommen. Typischerweise sind dies Firmenbeteiligungen, Aktien, Immobilien, Antiquitäten, digitale Verkaufssysteme. Ersparnisse sind schnell verfügbare Zahlungsmittel für Notfälle, Investitionen und sonstige Vorhaben, meist in Form von Bargeld oder auch Kryptowährungen. Aus den Einkünften werden Vermögenswerte und Ersparnisse gespeist und sind daher lediglich eine Komponente beim Gesamtvermögen.

Die Limitierung der Lebenshaltungkosten sorgt dafür, dass aus den Einkünften noch genug übrig bleibt und ist eine wichtige Stellschraube für den finanziellen Wohlstand. Hier kann jeder – egal wie seine Ausgangssituation aussieht – an sich arbeiten, um nicht mehr sein Glück im Außen zu suchen (z.B. durch ständiges Konsumieren oder Anhäufen von Status Symbolen). Dadurch wird bereits ein wichtiger Antrieb unterbunden, um sein Geld mit vollen Händen aus dem Fenster zu werfen. Details dazu führen an dieser Stelle jedoch zu tief in die Persönlichkeitsentwicklung hinein.

Das war der vierte und letzte Teil der Artikelserie: Mit dem richtige Money Mindset mehr Geld anziehen. Hier noch einmal sämtliche Teile der Artikelserie in der Übersicht. 

In den vier Teilen der Artikelserie bin ich – trotz insgesamt über 5.000 Wörtern – lediglich auf einige Teilgebiete des Money Mindsets eingegangen. Derzeit arbeite ich gerade an einem neuen Buch zu diesem Thema und in der Passiver Geldfluss Academy finden Sie weitere Inhalte. Alleine das Lesen und inhaltliche Aufnehmen wird Sie aus finanzieller Sicht kaum voranbringen. Erst die Umsetzung in die Praxis bringt deutliche Fortschritte, die Sie bald auch auf Ihrem Konto merken. Wichtig ist wie schon im ersten Teil gesagt, zunächst muss die Veränderung der Denkweise geschehen, erst dann stellen sich Erfolge ein.

In jedem Fall wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung, falls Sie sich auf den Weg Richtung finanzielle Unabhängigkeit begeben wollen! 

 

  • Sie wollen grundsätzlich mehr aus Ihrem Geld machen?
  • Die Zeiten einer knappen Kasse soll bei Ihnen der Vergangenheit angehören?
  • Ihr Geld soll endlich einmal hart für Sie arbeiten?
  • Sie möchten langfristig Vermögen aufbauen?
  • Sie möchten mehr zu passivem Einkommen erfahren?
  • Sie möchten sich über den aktuellen Status der Aktienmärkte informieren?

Falls Sie mindestens eine Frage mit „Ja“ beantworten konnten, tragen Sie sich in einen der kostenlosen Newsletter von finanziell umdenken ein.

Zum Weiterlesen:

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2 Antworten

  1. Sanja sagt:

    Sehr guter Beitrag, über Geld sollte man reden. In Deutschland ist es ja ein großes Tabu-Thema. Über Geld spricht man nicht. Und genauso wie geschrieben hast das wer Geld nicht wichtig ist, keines hat ist es auch der der sagt über Geld spricht man nicht.
    Ich finde die Einstellung dieser Menschen einfach nur schrecklich. Geld ist nichts weiter als ein Mittel und kein Instrument des Bösen und es kommt auch nicht aus der Hölle. Hab erst gestern ein Artikel selber über dieses Thema geschrieben.

  1. 9. Juni 2018

    […] Teil 4 Money Mindset – Geld ist wichtig und die richtigen Fragen stellen […]

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